What'snext?

Ich bin Texter, Ideealist [sic!], von Musik besessen, von Literatur begeistert und von Werbung und PR fasziniert. Und arbeite so ganz nebenbei genau da.

Tratsch und Trash und Senf zur Wurst. Glossig, grottig, rotzig. Ohne Blatt vor dem Mund oder Brett vor dem Kopf.

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Apple baut Knebelnetzwerk

Mit “Ping” gelingt Apple wieder ein großer Wurf. Garantiert. Ein Musiknetzwerk mit integriertem Shop – oder umgekehrt – dürfte der Traum der meisten Musiker und Bands sein. Also genau das, was MySpace in den letzten Jahren partout nicht hingekriegt hat.

Wenn man aber genauer hinsieht, erkennt man, dass Apple der Weltherrschaft nun noch ein Stückchen näher gekommen ist. Andere mp3-Shops werden an Boden verlieren, Labels noch abhängiger von Cupertino. Das ist eine Entwicklung, die nur Jobs Fanboys gut finden dürften. Musikalisch gesehen also die, denen es prinzipiell egal ist, was sie hören, solange es iTunes nur abspielt. Radiohörer quasi.

Musikenthusiasten bewahren sich die Freiheit. Und diese wird in Zukunft ein teures Gut.

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Facebook: Wie man’s nicht machen sollte

Nur kurz ein Link rübergeworfen in den Blog von Thomas Knüwer, der hier das Dilemma beschreibt, in das sich “Dr. Pepper” auf Facebook begeben hat.

Tolle Analyse und an dieser Stelle genug der Worte.

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Social Media at its best

Die Old-Spice-Clips mit dem behandtuchten Menschen, dem Fleisch gewordenen schlechten Gewissen Chips vernichtender Couch Potatoes, mögen manche an ihre Geschmacksgrenzen treiben. Natürlich gab’s schon Originelleres. Wie Old Spice allerdings mit der Kritik umgeht, ist grandios. Der Old Spice Man hat etliche Tweets persönlich beantwortet – per Video.

Da haben die Leute Social Media mal so richtig verstanden und völligst genial umgesetzt. Unbedingt ansehen: Die Antwort auf Ellen Degeneres.

Ich zöge meinen Hut, trüge ich einen.

(via The Next Web)

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Fundstück: I Want A Fucking iPhone

(via Indiskretion Ehrensache)

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Wie viele Unternehmen mit Social Media umgehen

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“Social Boring” ist der neue Trend

In den letzten Tagen habe ich mich ja, wie berichtet, zum Texten vom Rechner entfernt. Weit entfernt. Denn wenn die Recherche einmal abgeschlossen ist, lenken Direktnachrichten und E-Mails ungemein vom Schreibfluss ab. Dann gibt es zu viele interessante Links, zu viel Konversation und im schlimmsten Fall zu viel Kannste-mal-eben. Social-Media-Surren. Permanent.

Wie viel Social Media ist nötig?

Dabei, so scheint es mittlerweile, gibt es gar nicht allzuviel mitzuteilen. Wertige Links und Hinweise bekomme ich via Twitter von mindestens sechs Seiten in die Timeline geschrieben. Da ist es nicht tragisch, mal drei, vier Stunden offline zu sein. Auf Facebook wird größtenteil geplappert oder Eigenwerbung betrieben. Die gibt es freilich auch auf Twitter, neben all diesen unerträglichen - und ich meine wirklich: unerträglichen – Sitze-im-ICE-nach-Brzlfx-Postings. Ganz ehrlich – und ganz vulgär: Das interessiert doch keine Sau. Leute mit solch einem Mitteilungswahn rufen bestimmt auch alle ihre Freunde an, um ihnen zu berichten, wie voll die S-Bahn gerade ist. Nicht? Warum sollte mich das dann interessieren? Oder ist das ein neuer Trend:

Social Boring?

Zu Beginnn wurde Twitter belächelt, jeder würde nur über sein Mittagessen berichten. Inzwischen sind wir genau da wieder angelangt: Jeder fährt irgendwohin, steht im Stau, trinkt Cocktails, ist bei einem Kunden, hat einen Auftrag bekommen, hat einen Auftrag abgelehnt. Na und? Ich folge Leuten auf Twitter, wenn ich sie kenne, schätze oder wenn sie Wissen verbreiten. Welche Straßenbahn gerade Verspätung hat, gehört nicht dazu.

Kommt zur Besinnung

Es wäre schön, wenn wir uns auf Folgendes einigen könnten: Social-Media-Relations, wenn mir dieser Anglizismus gestattet ist, funktionieren wie im echten Leben:

  • Niemand umgibt sich gern mit Menschen, die nur über sich selbst reden.
  • Auch nicht mit Langweilern.
  • Twitter ist öffentlich.
  • Nicht jeder muss alles wissen.
  • Nicht jeder will alles wissen.
  • Tut euch selbst den Gefallen und habt ein Privatleben.

Amen.

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Schreibblockade wegen Informationsflut

Es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Texttipp, den ich in den letzten beiden Wochen vermehrt angewendet habe. Da hatte ich nämlich richtig viel zu tun: Texte zur “nuklearspezifischen Gefahrenabwehr”, Reitpädagogik, Social Media Marketing und klassische Werbetexte. Dass ich das Wissen dafür nicht in ausreichendem Maße gespeichert habe, dürfte klar sein.

Ablenkung

Also heißt es jedes Mal: recherchieren. Und das mache ich, wie die meisten, im Netz. Da ist die Gefahr der Ablenkung natürlich groß: Hier mal eben die Mails gecheckt (wenn das Postfach nicht eh dauernd geöffnet ist), der Twitterclient piept vor sich hin, Facebook versorgt euch mit Updates – und so ganz nebenbei ist da noch der neugierige Assoziations-Schweinehund, der euch von einer Seite zur nächsten jagt.

Wer sich dermaßen an Informationen berauscht, macht, wie man so schön im Pott sagt, “den Kopp dicht”. Es geht irgendwann nichts mehr rein. Und wenn’s dann ans Schreiben geht, schwirren einem die Vokabeln vor Augen, und man bringt trotzdem nichts ins Dokument. Meine Lösung der letzten Tage:

Weg vom Rechner

Ich habe alle Informationen, die ich für die Texte brauchte, als einfache Textdokumente ausgedruckt und den Rechner runtergefahren. Dann gab’s ‘nen frischen Kaffee, meine Notizkladde und einen Tintenroller. Ich habe mich ins Wohnzimmer in meine Leseecke gesetzt, einen Schluck Kaffee genommen und losgeschrieben. Oldschool mit Stift und Zettel. (Hier ist natürlich der Tintenroller wichtig, weil er auch in der Waagrechten schreibt.) Und siehe da:

Es funktioniert

Selbst die kniffligsten Texte liefen gut aus dem Stift. Man schreibt sich leicht in einen Rausch, und ehe man sich’s versieht, sind die Texte fertig. Und beim anschließenden Abtippen in den Rechner korrigiert man Fehler gleich mit und feilt, wenn nötig, noch ein wenig am Ausdruck. Das ist aber erstaunlich selten nötig.

Ausprobieren!

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