Es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Texttipp, den ich in den letzten beiden Wochen vermehrt angewendet habe. Da hatte ich nämlich richtig viel zu tun: Texte zur “nuklearspezifischen Gefahrenabwehr”, Reitpädagogik, Social Media Marketing und klassische Werbetexte. Dass ich das Wissen dafür nicht in ausreichendem Maße gespeichert habe, dürfte klar sein.
Ablenkung
Also heißt es jedes Mal: recherchieren. Und das mache ich, wie die meisten, im Netz. Da ist die Gefahr der Ablenkung natürlich groß: Hier mal eben die Mails gecheckt (wenn das Postfach nicht eh dauernd geöffnet ist), der Twitterclient piept vor sich hin, Facebook versorgt euch mit Updates – und so ganz nebenbei ist da noch der neugierige Assoziations-Schweinehund, der euch von einer Seite zur nächsten jagt.
Wer sich dermaßen an Informationen berauscht, macht, wie man so schön im Pott sagt, “den Kopp dicht”. Es geht irgendwann nichts mehr rein. Und wenn’s dann ans Schreiben geht, schwirren einem die Vokabeln vor Augen, und man bringt trotzdem nichts ins Dokument. Meine Lösung der letzten Tage:
Weg vom Rechner
Ich habe alle Informationen, die ich für die Texte brauchte, als einfache Textdokumente ausgedruckt und den Rechner runtergefahren. Dann gab’s ‘nen frischen Kaffee, meine Notizkladde und einen Tintenroller. Ich habe mich ins Wohnzimmer in meine Leseecke gesetzt, einen Schluck Kaffee genommen und losgeschrieben. Oldschool mit Stift und Zettel. (Hier ist natürlich der Tintenroller wichtig, weil er auch in der Waagrechten schreibt.) Und siehe da:
Es funktioniert
Selbst die kniffligsten Texte liefen gut aus dem Stift. Man schreibt sich leicht in einen Rausch, und ehe man sich’s versieht, sind die Texte fertig. Und beim anschließenden Abtippen in den Rechner korrigiert man Fehler gleich mit und feilt, wenn nötig, noch ein wenig am Ausdruck. Das ist aber erstaunlich selten nötig.
Ausprobieren!