Dec
2011
Amazon startet mit seinem ins “Cloud Drive” integrierten “Cloud Player” einen vernünftigen und mehr als überfälligen Versuch, den Käufer mit digitaler Musik zu versöhnen. Verkürzt dargestellt: Wer bei Amazon ein Musikalbum oder eine Single im mp3-Format kauft, kann die Lieder in seinem kostenlosen Online-Speicher ablegen, um sie von da aus auf jedem Rechner oder seinem Smartphone anzuhören. Gute Idee und weit weniger gängelnd als dieses unsägliche iTunes.
Sony regt sich drüber auf und erwägt rechtliche Schritte.
Sagt mal, geht’s noch? Jeden Tag werden tausende von YouTube-Guckern verprellt und jetzt wird versucht, dem User das Hören seiner gekauften Platten weiter zu erschweren? Leute, ihr müsst euch nicht wundern, wenn demnächst niemand mehr für Musik bezahlt!
Leute, es ist doch ganz einfach: Bietet keine Apple-Apps mehr an, baut HTML5-Seiten und hört endlich, ENDLICH auf so elendig zu jammern!
“BDZV und VDZ fordern deshalb “freie Entscheidung der Verleger über die Ausgestaltung der Angebote auch innerhalb von Apps” und die “Unterbreitung von Angeboten in den von Verlagen programmierten Apps, die der Verlag direkt an die Kunden richtet”. Nachbesserungen seien dringend erforderlich.”
Verleger protestieren gegen Apples Abo-Modell: App-Geschäft werde erheblich eingeschränkt: kress.de
Der vollständige Umzug zu Facebook mag kurzfristig attraktiv erscheinen, bringt aber Unternehmen und Organisationen zahlreiche Einschränkungen in der Gestaltungsfreiheit, macht sie vollständig abhängig von den Launen des Social Networks und zerstört zudem viel von dem, was an Zeit und Geld in die Suchmaschinenoptimierung einer Domain gesteckt wurde.
Fragwürdiger Trend: Facebook-Präsenz als Website-Ersatz » netzwertig.com
Mit “Ping” gelingt Apple wieder ein großer Wurf. Garantiert. Ein Musiknetzwerk mit integriertem Shop – oder umgekehrt – dürfte der Traum der meisten Musiker und Bands sein. Also genau das, was MySpace in den letzten Jahren partout nicht hingekriegt hat.
Wenn man aber genauer hinsieht, erkennt man, dass Apple der Weltherrschaft nun noch ein Stückchen näher gekommen ist. Andere mp3-Shops werden an Boden verlieren, Labels noch abhängiger von Cupertino. Das ist eine Entwicklung, die nur Jobs Fanboys gut finden dürften. Musikalisch gesehen also die, denen es prinzipiell egal ist, was sie hören, solange es iTunes nur abspielt. Radiohörer quasi.
Musikenthusiasten bewahren sich die Freiheit. Und diese wird in Zukunft ein teures Gut.
Nur kurz ein Link rübergeworfen in den Blog von Thomas Knüwer, der hier das Dilemma beschreibt, in das sich “Dr. Pepper” auf Facebook begeben hat.
Tolle Analyse und an dieser Stelle genug der Worte.