0

Wie Michael Douglas meinem Gebiss half

Eigentlich wollte ich im Urlaub nicht bloggen. Ich wollte gar nichts schreiben oder ein komplettes Buch. Ganz oder gar nicht halt. Aber ich kann nicht an mich halten.

Geplant war eine ruhige Woche in der Lüneburger Heide, gespickt mit Planschen im Badesee, einem Besuch im Walsroder Vogelpark, Grillen und jeder Menge Zeit zum Lesen. Sonntagnachmittag ging’s los. Und zwar nicht nur mit der Fahrt vom Ruhrgebiet in die Heide, sondern auch mit wundervollen Zahnschmerzen.

 

Meine rechte Wange war binnen Stunden zu einem recht imposanten Etwas mutiert, ich sah aus wie eine Mischung aus Tretsack und und einem etwas zu lange in der Sonne gelegenen Mozzarella-Beutel. Die Schmerzen will ich gar nicht näher beschreiben. Jeder, der schon mal eine entzündete Zahnwurzel hatte, weiß, wovon ich spreche. Paracetamol halfen nicht, Thomapyrin ein wenig, Ibuprofen machten mich gleich bewusstlos. Was gar nicht mal so übel war, irgendwann mitten in der Nacht zu Montag.

Zuvor gab es ein weniger geselliges Beisammensein mit den Eltern meiner Freundin, die auf ein Pläuschchen bei uns weilten und Radieschen knabberten.

 

Anderntags galt es nun, im Urlaubsort einen Zahnarzt zu finden, der mich möglichst schnell K.O. schlagen sollte. Nach einem misslungenen Praxisbesuch (entschuldigt wegen Urlaubs) und einer Vertröstung auf den späteren Nachmittag (Unverschämtheit) ging’s in den Nachbarort, nach Hodenhagen. Nicht nur der Ortsname ließ mich trotz der Schmerzen schmunzeln (was ungefähr so aussah wie das realitätsferne Siegesgrinsen eines überfahrenen Igels). Das Schild an der Praxis, die in einem Reihenhaus untergebracht ist, weist noch immer den Namen des behandelnden Arztes aus: Michael Douglas. Da war ich baff.

 

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: Mikes nette Ärztekollegin (ein riesiges Dankeschön an die Gute!) verschrieb mir Antibiotika und Schmerztabletten, sechseinhalb Stunden später war ich schmerzfrei, alles Weitere muss sich mein Hauszahnarzt ansehen.

 

Im Vogelpark Walsrode waren wir übrigens tatsächlich noch. Auf dem Weg dahin hat mich eine Wespe in den Bauch gestochen. Aber das ist eine andere Geschichte …

Bookmark and Share

Kommentar abgeben

Copyright © 2012 — .:snext_blog:. | Site design by Trevor Fitzgerald