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Unverzichtbare Texter-Tools

Wer seine Brötchen als Freiberufler verdient, kommt ohne die richtigen Werkzeuge selten aus. Ich baue seit einiger Zeit auf ein paar Programme, auf die ich nicht mehr verzichten möchte. Alle laufen unter Windows, manche auch unter Linux, die Freeware-Szene für Macs ist ja nicht so ausgeprägt, allerdings fehlt mir da auch der richtige Überblick. Ich mag Macs nicht.

Im Bereich Text, mit dem ich beginnen möchte, baue ich auf reine Texteditoren. Zum einen gibt es sehr gute Programme, die frei verfügbar sind, zum anderen ist der Plattform übergreifende Austausch im txt-Format kein Problem. Schließlich werden keine Formatierungen übermittelt und über die richtige Office-Suite muss auch nicht nachgedacht werden.

Zwei Tools kommen regelmäßig zum Einsatz:

Notepad++ (gibt’s hier)

Ein Allround-Texteditor. Startet schnell, ist portabel verfügbar (muss also nicht installiert werden und läuft von jedem USB-Stick) und hält noch etliche Syntaxhervorhebungen parat. Die sind besonders dann hilfreich, wenn man schnell mal einige HTML-Tags einfügen oder überprüfen will. Gut, das brauche ich als Texter nicht wirklich, aber wenn ich Texte schnell online verfügbar machen will oder muss, wenn mehrere Entscheider ihr OK geben wollen, helfen ein paar Headline-Tags ungemein. Abgerundet wird Notepad++ durch umfangreiche Suchen-Ersetzen-Filter, es kann Texte vergleichen (unverzichtbar, wenn man mal vergessen hat, seine Textentwürfe zu datieren) und den reinen Editortext vergößern (wenn man mal zu zweit am Monitor sitzt).

Q10 (gibt’s hier)

Q10 ist ein Programm (auch das ist in einer portablen Version erhältlich), das ich immer dann einsetze, wenn ich viel Text “wegschaffen” will. Der Editor läuft im Vollbild auf schwarzem Hintergrund und kommt ohne Menüleisten aus. Es füllt den kompletten Bildschirm aus und verdeckt auch die Windows-Taskleite, die oftmals nette, kleine Ablenkungen bereithält. Das Menü öffnet man mit F1, das Tool zählt Zeichen, beinhaltet eine Rechtschreibprüfung und macht einfach Spaß. Klingt platt, es wird aber jeder zustimmen, der sich zum Schreiben ab und an die gute, alte Schreibmaschine zurückwünscht. Antesten!

Ob das alles ist? Im Prinzip schon. Natürlich tummelt sich auf meinem Rechner noch OpenOffice, das bei umfangreichen Projekten zum Einsatz kommt (und das in Version 3 mittlerweile jedes andere Office-Paket von meinem Rechner verdrängt hat). Tatsache ist aber, dass ich Texte zuerst in einem der beiden Editoren verfasse. Bin ja schließlich kein Layouter.

Zum Handwerkszeug gehören natürlich diverse Offline-Hilfsmittel, allen voran der Duden (andere Wörterbücher gibt es natürlich auch, aber nicht auf meinem Tisch), ein paar Synonym- und eine ganze Batterie an Konversationslexika. Wissen ist schließlich alles.

Und Schokolade.

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7 Responses

  • 24. November 2008 at 01:38

    Aber bei deinen Synonymlexika ist der Textor auch dabei, oder? Das ist ja meine Bibel. Und statt Schokolade Gummibärchen. :)

  • 24. November 2008 at 09:08

    Aber sicher doch. Und bei mir heißt es, ehrlich gesagt, nicht Gummibärchen STATT Schokolade, sondern UND … :)

  • 5. February 2009 at 19:36

    Wie kann man Macs nicht mögen? Bzw. wie kann man Windows-Rechner gut finden? Diese superbürokratischen, ultraautoriären, extraumständlichen Mac-Nachahmer?

    Und: Klar gibt’s Freeware für Mac. http://freewareosx.wordpress.com/

  • 5. February 2009 at 22:28

    Ist irgendwie ‘ne Glaubensfrage. Ich kann diese elitären überdesignten, überteuerten Rechner einfach nicht ausstehen. Ich hab drei Jahre mit so ‘nem Ding arbeiten müssen und bin froh, meine DOSe wiederzuhaben. Nun ja, gerade eben schreib ich in Ubuntu. Auch ein Argument … ;)

  • 6. February 2009 at 01:38

    “Der Begriff Ubuntu kommt aus den Sprachen der afrikanischen Völker Zulu und Xhosa[4] und steht für „Menschlichkeit“ und „Gemeinsinn“, aber auch für den Glauben an ein universelles Band des Teilens, das alles Menschliche verbindet.” (wiki) Wow! Bin beeindruckt. Läuft das auch auf Macs?

  • 6. February 2009 at 08:48

    Zumindest bei Intel-Macs sollte das kein Problem sein. Aber wer würde denn schon freiwillig seinen geliebten Leoparden gegen ein Linux-System tauschen? ;)

  • tenafpu
    15. March 2009 at 18:58

    “Wie kann man Macs nicht mögen?”

    Das ist eigentlich ganz einfach: Ich möchte vor allem ein Computersystem, bei dem ich mir die Hardware aus einem möglichst großen und preiswerten Angebot verschiedener Hersteller nach individuellen Bedürfnissen selbst zusammenstellen kann.

    Geht beim Mac nicht, Hardware (zumindest im Falle der Kernkomponenten) nur von Apple selbst, und dann für meine Begriffe nicht gerade preiswert? So wie früher bei C64, Amiga, Atari ST, wo man den Marotten eines einzigen Anbieters ausgeliefert war? Warum soll ich mir /das/ im Jahre des Herrn 2009 noch antun?

    Wenn das nicht reicht, um Macs nicht zu mögen, mache ich mir noch ein paar Gedanken darüber, warum OS X eigentlich (zumindest offiziell) nicht auf einem der beschriebenen Standard-PCs (bitte nicht “Windows-PCs”) läuft. Für mich nachvollziehbare technische Gründe gibt es spätestens seit der Mac-Umstellung auf Intel-Prozessoren nicht mehr (so viel übrigens zum Thema “superbürokratisch”).

    Drittens haben mich die Argumente der Mac-Benutzer für ihr noch nie überzeugt. Verglichen wird immer nur mit Microsoft Windows. Das ist, wie snext schon schrieb, aber nur eines (wenn auch zugegebenermaßen das mit Abstand populärste) von etlichen verschiedenen Betriebssystemen, die auf der Standard-PC-Plattform laufen. Daneben gibt es u.A. etliche Linux-Distributionen, die inzwischen überwiegend auch von Nicht-Teiches problemlos bedient und administriert werden können (das von snext schon angesprochene Ubuntu ist ein Musterbeispiel, ähnlich sieht’s aber inzwischen bei den Klassikern OpenSuSE und Fedora aus). Auch im Bereich der BSD-Derivate (die übrigens die technische Basis für OS X darstellen) und bei Solaris gibt es inzwischen mit PCBSD und Nexenta Betriebssysteme, die sich die Benutzerfreundlichkeit auf dem Desktop auf die Fahne geschrieben haben. Und mit interessanten Projekten wie z.B. Syllable[1] stehen noch ganz andere hoffnungsvolle Alternativen in den Startlöchern. Übrigens, genau wie Linux und die BSDs, als freie Software.

    Ich möchte keinen Glaubenskrieg vom Zaun brechen, davon gibt’s in der Welt für meinen Geschmack eh zu viele. Bei den meisten Anwendern ist ja eh durch die (tatsächliche oder aus Bequemlichkeit vorgeschobene) Notwendigkeit bestimmter Programme ein bestimmtes Betriebssystem vorgegeben. Man sollte dabei nur nicht aus den Augen verlieren, dass es weit mehr als Microsoft und Apple gibt.

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    [1] http://web.syllable.org/

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