Jun
2009
Popkomm abgesagt – Piraten schuld?
Man hört wieder von der Musikindustrie. Gejammer, was sonst? Dieses Mal hat’s die Popkomm erwischt, sie wurde abgesagt. 2010 soll’s dann mit neuem Konzept weitergehen.
Ja, wohin denn, wenn jetzt schon wieder die Internetpiraterie für das Durchhängen der Labelmägen verantwortlich gemacht wird? Ich befürworte keine Raubkopiererei, verweigere mich aber der absolut haltlosen Annahme, ein illegal heruntergeladenes Album könne mit einem entgangenen Verkauf gleichgesetzt werden. Aber wenn man für den Mainstream produziert, für den es im Internet alles für lau gibt, muss man sich nicht wundern, wenn sich das auch aufs Konsumverhalten auswirkt. Dann doch lieber gleich eine Musikflatrate wie Universal Music in Kooperation mit Virgin Media plant: Für 12 bis 18 Euro monatlich gibt’s Musik vom Buffet, so viel man will, und man kann sie sogar mit nach Hause nehmen. Raubkopierer will der Internetdienstleister vom Netz trennen. Letzteres ist zwar grenzwertig, die Grundidee aber durchaus verfolgenswert. Wenn genug Labels aufspringen, wird sich das durchsetzen.
