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Musikpromotion – so nicht!

Letzte Woche erreichte mich der Anruf eines Musikpromoters (Details piepe ich weg, das hier ist ja kein Pranger), der mir eine seiner Bands für eine Berichterstattung oder ein Interview nahebringen wollte. Ich erfuhr in den ersten Minuten, dass die Band aus Skandinavien kommt und dort bereits ein Skandalthema sei. Sie hätten sich für einen Gig ein Pärchen auf die Bühne geholt, das die ganze Zeit gegen Geld kopuliert hätte. Vor Publikum. Und damit hätte es die Band auch in die Presse geschafft. Das sei ganz großartig gewesen, ein echter Geheimtipp. Nach dieser Schilderung stellte ich dann anscheinend die K.O.-Frage: “Und, machen die auch Musik?” Betretenes Schweigen am anderen Ende der Leitung, dann ein fast peinlich berührtes Stottern: “Ja, ähm, klar, die machen so, äh, Death’n Roll.” Aha.

Jungs, dass ihr eure Bands unter die Leute bringen wollt, ist auch uns Musikjournalisten klar. Aber, bitte, lasst die Musik für sich sprechen. Bitte. Pimpernde Leute auf ‘ner Bühne sind kein Qualitätsmerkmal. Spätestens seit Rockbitch hat die Welt alles gesehen. Kümmert euch um gute Mucke, dann braucht ihr auch keine Skandale.

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One Response

  • 24. November 2009 at 03:41

    Hallo,
    so ist das heutzutage mit der Musikwelt. Wenn man nicht schockt oder extrem ist, dann existiert man nicht. Das haben wir eigentlich zu 100 % der Kommerzialisierung der Musik zu verdanken. In den Charts sind nämlich nicht die Musiker, die am meisten gehört werden, sondern die, die das meiste Geld in Werbung investiert haben und Newcomer müssen auf der Bühne pimpern, um Thema in einem Blog zu werden.

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