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	<title>.:snext_blog:. &#187; kindle</title>
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	<description>Texttipps :: Medientrends :: Zukunftsmusik</description>
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		<title>iPad: Wohl und Wehe für Medienhäuser</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 07:04:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>snext</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beiträge, die mit &#8220;Eigentlich &#8230;&#8221; beginnen, lese ich ungern. Das klingt meistens, als sei sich der/die Autor/in seiner/ihrer Sache nicht sicher. Da nun aber der erste Satz raus ist, kann ich mich gefahrlos aufs Eis begeben. Eigentlich nämlich wollte ich nichts zum iPad schreiben. Ich bin kein Apple-Fanboy und stehe den Jungs aus Cupertino eher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beiträge, die mit &#8220;Eigentlich &#8230;&#8221; beginnen, lese ich ungern. Das klingt meistens, als sei sich der/die Autor/in seiner/ihrer Sache nicht sicher. Da nun aber der erste Satz raus ist, kann ich mich gefahrlos aufs Eis begeben.</p>
<p>Eigentlich nämlich wollte ich nichts zum <strong>iPad </strong>schreiben. Ich bin kein <strong>Apple-Fanboy</strong> und stehe den Jungs aus Cupertino eher abweisend gegenüber. Ich finde das <strong>Preis-Leistungs-Verhältnis</strong> hier in Deutschland zu unausgewogen; ich mag die <strong>Gängelung </strong>via iTunes nicht (Warum sollte ich nicht auf allen Endgeräten unterschiedliche Playlists haben dürfen?); ich mag die evangelikalen Apple-Jünger nicht; das Aussehen meiner Hardware ist mir relativ schnuppe, so lange alles funktioniert (Hey, ich hatte jahrelang &#8216;nen Werbegeschenk-mp3-Player mit Walt-Disney-Logo drauf!).</p>
<p>Aber ich kann auch verstehen, warum Apple so viele Gläubige hat: Bei Berührungsängsten mit Computern kann man jemanden an eine Apple-Kiste setzen, und er/sie kann damit irgendwas anfangen. Meistens. (Wenn ich jetzt schreibe, dass ich es in der Redaktion, in der ich regelmäßig Dienst tue, anders erlebe, wird mir das eh nur wieder als Polemik ausgelegt.) Apple-Produkte sehen <strong>schick </strong>aus, sie fassen sich gut an, sie vermitteln <strong>Lifestyle </strong>und dienen als <strong>Statussymbol</strong>. Und sie werden hochstilisiert.</p>
<p>Jüngst ja geschehen mit dem <strong>iPad</strong>, das als <strong>Heilsbringer </strong>für die <strong>Medienbranche </strong>und <strong>Buchverlage </strong>gefeiert wird.</p>
<h2>Doch was ist dran am Mythos iPad?</h2>
<p>Technische Details lasse ich außen vor, die interessieren den Apple-Endnutzer eh nicht. Reduzieren wir es also auf das, was es ist: ein <strong>großes iPhone</strong> mit ein paar mehr Möglichkeiten. Und wer ehrlich ist, wird sehen, dass es genau das ist. Apple hat keine <strong>Lücke </strong>geschlossen, sondern geschickterweise einen Keil in ein Produktsortiment getrieben, und sich somit die Nische erst geschaffen. Dass Apples <strong>PR-Strategie</strong> der kleinen, geschickt gestreuten Informationshäppchen <strong>genial </strong>funktioniert hat, steht außer Frage. Auch ich habe Steve Jobs&#8217; <strong>Keynote </strong>am <strong>Liveticker </strong>verfolgt, gespannt auf die bevorstehende Großartigkeit.</p>
<h2>Was bringt mir nun das iPad?</h2>
<p>Zunächst mal macht es mich <strong>mobil(er)</strong>. Ich muss nicht mehr mit dem <strong>kleinen Display</strong> meines <strong>Smartphones </strong>Vorlieb nehmen, sondern kann auf einen Bildschirm in <strong>Netbook</strong>-Auflösung zurückgreifen. Ich kann meine <strong>iPhone-Apps</strong> nutzen. (Gut, ich kann das nicht, weil ich kein iPhone habe, aber ich könnte, wenn ich eins hätte.) Ich kann, wenn ich denn die Edel-Variante des Tabletts wähle, überall online gehen. Ich kann via <strong>iWork </strong>meinen Kunden meine vorbereiteten <strong>Präsentationen </strong>zeigen, ohne erst umständlich mein Notebook hochfahren zu müssen (abgesehen davon, dass man es in solchen Fällen selbstverständlich nur simpel aus dem Stand-by-Betrieb wecken sollte). Ich kann recht komfortabel <strong>Bücher lesen</strong>. Belletristik vielleicht nicht unbedingt, aber es hat seinen Reiz, eine umfassende <strong>Fachbibliothek </strong>platzsparend mit sich herum zu tragen.<br />
<strong>Publisher </strong>wiederum können mit ihrer eigenen App ihre Inhalte zur Verfügung stellen. Vermutlich erhalten sie sogar eine ganz gute Rückmeldung über die Nutzung und können so weiter an ihren Inhalten arbeiten.</p>
<h2>Was mich am iPad stört</h2>
<p>Der größte Kritikpunkt ist für mich die (noch?) fehlende <strong>Flash</strong>-Unterstützung. Ja, ich weiß, Flash ist der Teufel, <strong>HTML5 </strong>macht es obsolet etc., etc. Ganz ehrlich? Interessiert mich nicht. Fakt ist, dass ich JETZT einen Großteil der vorhandenen <strong>Webangebote nicht nutzen kann</strong>. Ich werde als User <strong>gezwungen</strong>, weitere <strong>Apps </strong>zu <strong>installieren</strong>. Und es wird noch eine ganze Weile dauern, bis Websites auf HTML5 umgesattelt haben werden. (<a href="http://www.page-online.de/" target="_blank">Page </a>hat zum Beispiel gerade einen Relaunch hinter sich. Das Flash-Menü ist jetzt nicht sonderlich geschickt, aber im Brwoser funktioniert&#8217;s.)<br />
Zudem fehlt dem Tablett eine echte <strong>Tastatur</strong>. Gut, das ist in den Geräten eh nicht angelegt, ist also kein Apple-spezifischer Kritikpunkt, stört mich aber trotzdem. Ich bin <strong>Vieltipper </strong>und brauche die Rückmeldung der Tasten, dass ich sie gedrückt habe (deshalb habe ich auch ein G1 und kein iPhone).</p>
<h2>Das Unheil für Verlage</h2>
<p>Was aber viel schlimmer ist: <strong>Apple zwingt Verleger</strong>, eigene <strong>Apps </strong>für seine Endgeräte zu <strong>entwickeln</strong>, von denen in erster Linie Apple selbst profitiert. Ansonsten kommen ja zum Beispiel Bild-Leser gar nicht in den ganzen Genuss der <strong>multimedialen Inhalte</strong>. Dem können Apple-Fans beliebig heftig <strong>entgegenhalten</strong>, dass es diese Apps ja auch <strong>kostenlos </strong>gibt, dass die alle ganz toll sind undsoweiterundsofort. Fakt ist: <strong>Publisher und User</strong> werden in ihrer freien Wahl <strong>beschnitten</strong>. Und als Open-Source-Fan mag ich das überhaupt nicht.</p>
<h2>Und jetzt noch mal ohne Polemik-Brille: Mein Traum</h2>
<p>Der <strong>Tablet</strong>-PC ist <strong>nicht neu</strong>. <strong>Apple </strong>öffnet dem Format die Türen. Das ist gut. In Zukunft werden <strong>andere Anbieter nachziehen</strong> und weitere Tablets produzieren. Das ist noch besser. Am schönsten wäre es allerdings, wenn sich <strong>Geräte übergreifende Standards</strong> etablierten, die es <strong>Verlagen </strong>und <strong>Medienhäusern </strong>ermöglichten, mit <strong>einem</strong> <strong>Programm </strong>möglichst <strong>viele </strong><strong>Nutzer </strong>zu erreichen. Aber das ist leider mit Apple (im Moment) nicht machbar.</p>
<h2>Nachtrag</h2>
<p>Wie <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1637831/" target="_blank">hier </a>und <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1637932/" target="_blank">hier </a>zu lesen ist, schlägt das iPad bereits jetzt hohe Wellen. Apple bietet US-amerikanischen Verlegern freie Preisgestaltung für e-Books an. Was zunächst gut klingt, hat zwei Haken: Erstens verdienen Verlage trotz eigener Preise weniger als beispielsweise über amazon.com (wie genau das geht, steht in den verlinkten Artikeln). Und zweitens geht es den Endkunden, also uns, an die Börsen, weil die Apple-iBooks mutmaßlich drei bis fünf Dollar teurer werden sollen als ihre Vorgänger bei amazon. Amazon hat den ersten Verlag aus seinem Programm gekickt.</p>
<h2>Update</h2>
<p>Amazon bietet Macmillan-Bücher wieder an. Teurer. <a href="http://www.internetworld.de/Nachrichten/Medien/Amazon-kapituliert-Macmillan-e-Books-teurer" target="_blank">Quelle.</a></p>
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		<title>E-Book statt Paperback?</title>
		<link>http://www.snext.de/blog/2009/10/13/e-book-statt-paperback/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 17:32:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>snext</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<category><![CDATA[e-book-reader]]></category>
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		<description><![CDATA[Die sueddeutsche.de hält fest, dass die Deutschen dem E-Book gegenüber skeptisch sind. In den USA wird das neue Buchformat über den grünen Klee gelobt, aber auch hier liegt der Anteil der digitalen Leseeinheiten bei gerade einmal einem halben Prozent des gesamten Buchmarktes (ebenfalls sueddeutsche.de). Auch ich kann mir nur schwerlich vorstellen, mich zum Schmökern mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a title="sueddeutsche.de über E-Books" href="http://www.sueddeutsche.de/computer/297/490671/text/5/" target="_blank">sueddeutsche.de</a> hält fest, dass die <strong>Deutschen </strong>dem <strong>E-Book</strong> gegenüber <strong>skeptisch </strong>sind. In den USA wird das neue Buchformat über den grünen Klee gelobt, aber auch hier liegt der <strong>Anteil </strong>der digitalen Leseeinheiten bei gerade einmal einem halben Prozent des gesamten <strong>Buchmarktes </strong>(ebenfalls <a title="sueddeutsche.de über E-Books" href="http://www.sueddeutsche.de/computer/297/490671/text" target="_blank">sueddeutsche.de</a>).</p>
<p>Auch ich kann mir nur schwerlich vorstellen, mich zum Schmökern mit einem <strong>E-Book-Reader</strong> aufs Sofa zu legen. Mir würde der <strong>Geruch </strong>des Papiers fehlen, das <strong>haptische Erlebnis</strong> des Umblätterns, das <strong>Rascheln</strong> des Papiers. Ich mache ja ansonsten alles mit: flache Fernseher, Touchscreen-Handys, Netbooks, mobiles Internet. Aber ein Buch, insbesondere einen Roman, kann ich nur althergebracht lesen.</p>
<p>Mal sehen, vielleicht wird es interessant, wenn die <strong>Lesegeräte </strong>nicht mehr so <strong>teuer </strong>sind und <strong>Fachverlage</strong> Fachliteratur auf die Geräte bringen. Quasi den Brockhaus für unterwegs, die gesammelten Duden-Werke auf &#8216;nem Chip, Textratgeber, Marketingwälzer, den Pschyrembel, Anatomielexika undwasesnichtallesgibt. Macht aber nur Spaß in Farbe, können die Dinger das?</p>
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