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MySpace vs. eigene Homepage

Eines vorweg: Ich bin kein Fan von MySpace.
MySpace ist eine Plattform für Selbstdarsteller mit mehr oder minder großen Profilneurosen. Doch wie das in solchen Fällen leider ist: Man kommt nicht drum rum. Zumindest nicht, wenn man irgendwas mit Musik zu tun hat. Und: Ja, ich habe dort auch ein Profil.

Aber es geht hier ja gar nicht um mich. Es geht um hoffnungsvolle Nachwuchsbands, die alles versuchen, möglichst gut und von vielen Leuten im Netz gefunden zu werden. Sie stellen in letzter Zeit immer häfiger die Frage:

Wir sind eine coole Band und wollen möglichst unkompliziert möglichst viele Menschen erreichen. Brauchen wir dazu überhaupt eine eigene Homepage oder reicht nicht eine gute MySpace-Seite?

Das ist die Frage, die mich ganz kurz ins Grübeln gebracht hat – bevor ich mit einem klaren: “Ihr braucht beides!” geantwortet habe. “Warum denn?” Na, die Gegenfrage musste ja kommen. Weiterlesen →

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Na toll, noch ein Blog

Bloggen ist verschrien. “Bürgerjournalisten” werden von etablierten, vermeintlich professionellen Journalisten mit Verachtung gestraft. Zugegeben, was so manch Bloggerkollege so abliefert, ist alles andere als hochwertig, geschweige denn fundiert recherchiert, hintergfragt oder geschrieben.

Zu schnell ist der Satz geschrieben, ist der Gedanke getippt; und oftmals wird Geschriebenes nicht gegengelesen. Jeder ist sein eigener Redakteur und somit verantwortlich für sein Geschreibsel. Mehr ist es denn manchmal auch wirklich nicht. Schade eigentlich.

Warum ich hier jetzt auch noch mitmische? Weil ich will.

Ich halte Online-Medien für die Zukunft des Journalismus. Nicht in diesem Jahr, nicht in diesem Jahrzehnt, vielleicht erlebe ich es auch nicht mehr. Aber ich halte es für einen großen Fortschritt, dass es jedem möglich und offen steht, seine Sicht der Dinge (oh, welch unjournalistische Formulierung) der Öffentlichkeit mitzuteilen.

Will ich Meinung machen? Nein. Meine Meinung ist und bleibt meine eigene. Sollte sich jemand mir anschließen: fein. Ich spreche mich nicht frei von Fehleinschätzungen, manchmal durchbrechender Polemik und auch Sarkasmus wird mir von einigen Seiten nachgesagt. Sei’s drum.

Ich beobachte die Entwicklung der Medienwelt seit einigen Jahren. Ich kenne die schreibende Zunft aus eigener, wenn auch nicht großer Erfahrung. Und, ja, ich maße mir ein Urteil an.

Warum im Header noch was von Musik steht?

Musik ist meine Leidenschaft. Früher aktiv, jetzt aktiv konsumierend und kommentierend. Auch hier waltet mein wachendes Auge. Und auch mein weinendes. Zu viel wird gejammert, zu wenig wurde in der Vergangenheit reagiert, nicht nur auf technisch Neues, sondern vor allem auf verändertes Nutzer- und Hörverhalten. Aber dazu wird es in den nächsten Tagen noch genug zu sagen geben.

Alle, die hierher gefunden haben, sind herzlich eingeladen, kontrovers mitzudiskutieren.

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