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	<title>.:snext_blog:. &#187; plattenfirmen</title>
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		<title>Avatar &#8211; oder was die Musikindustrie von einem hohlbrotigen Film lernen kann</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 05:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>snext</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Samstag habe ich Avatar gesehen. Ja, das ist die futuristische Pocahontas-Geschichte von James Cameron, der gut die Hälfte des Films im Computer hat entstehen lassen. Was man sieht. Keine Frage, die Effekte sind grandios, man kann kaum sagen, was real ist und was errechnet wurde. Lediglich von realistischer Mimik sind die Künste der Rechensklaven noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samstag habe ich <a title="Avatar auf imdb.com mit einer völlig überhöhten Wertung" href="http://www.imdb.com/title/tt0499549/" target="_blank">Avatar</a> gesehen. Ja, das ist die <a title="Avatar-Skript" href="http://thenextweb.com/shareables/2010/01/05/pocahontas-avatar/" target="_blank">futuristische Pocahontas-Geschichte</a> von James Cameron, der gut die Hälfte des Films im <strong>Computer </strong>hat entstehen lassen. Was man sieht. Keine Frage, die <strong>Effekte </strong>sind <strong>grandios</strong>, man kann kaum sagen, was real ist und was errechnet wurde. Lediglich von <strong>realistischer Mimik</strong> sind die Künste der Rechensklaven noch Jahre <strong>entfernt</strong>. Da wirkte Etliches <strong>unecht</strong>.<br />
Viel schlimmer ist allerdings die unerträglich <strong>dünne Story</strong>. Böse Rohstoffhändler fallen auf Planeten ein und wollen die Ureinwohner umsiedeln. Die wollen nicht, es kommt zum Kampf, zu einer Liebe zwischen den Fronten &#8211; und zu einem glücklichen Ende. Dafür braucht man nichtmals &#8216;nen <strong>Bierdeckel</strong>. Nichtsdestotrotz hat die gute Frau vor mir Rotz und Wasser <strong>geheult</strong>. Die arrogante, ungehobelte Frage nach ihrem <strong>IQ </strong>möchte ich hier nicht stellen.<br />
Das alles wusste ich freilich vorher.</p>
<h2>Warum also war ich überhaupt im Kino?</h2>
<p>Ich mag das <strong>3D-Erlebnis</strong>. Ich habe Disney&#8217;s <strong>Weihnachtsgeschichte </strong>im Kino gesehen, obwohl ich Jim Carrey nicht sonderlich mag. Und ich habe den drittklassigen Slasher &#8220;<strong>My Bloody Valentine</strong>&#8221; im Kino gesehen. In <strong>3D</strong>. In den Jahren davor war ich viel seltener im Kino, weil ich mein Sofa und meinen DVD-Player mag. Und zu Hause sind Kaffee und Kekse zudem viel billiger.<br />
Zu Hause habe ich aber keine <strong>dritte Dimension</strong>. Hier haben die Filmemacher einen echten Joker gezogen, der mir das <strong>Geld </strong>aus den Taschen zieht (gut, die Kekse nehme ich noch immer von zu Hause mit, aber heißer, schweineteurer Kaffee muss sein). Ich liebe es, in den <strong>Film einzutauchen</strong>, das Gefühl zu haben, <strong>mitten im Geschehen</strong>, ja <strong>Teil der Handlung</strong> zu sein. Das ist <strong>fantastisch</strong>. Da verzichte ich gerne mal auf Tiefgang (aber damit habe ich Fan alter Trashfilme eh kein Problem).</p>
<h2>Und wo ist der Zusammenhang mit der Musikindustrie?</h2>
<p><strong>Plattenfirmen </strong>sind genau den <strong>entgegengesetzten </strong>Weg gegangen. In der <strong>Tonqualität</strong> reduzierte, <strong>komprimierte</strong> Formate sind angesagt. Damit hunderte von Songs auf einen<strong> mp3-Player</strong> passen. Masse statt Klasse. Damit hat sie den <strong>physikalischen Tonträgern</strong> selbst den <strong>Todesstoß </strong>versetzt. CDs und Vinyls werden in den nächsten Jahren zu <strong>Nischenprodukten </strong>verkommen und einem kleinen <strong>Liebhaberkreis </strong>vorbehalten sein.<br />
Dagegen boomt der Absatz großformatiger <strong>Flachbildfernseher </strong>und edler <strong>Heimkinosysteme</strong>. 3D wird der nächste <strong>lukrative </strong>Schritt ins Wohnzimmer sein. Dafür greifen die Leute tief in die Taschen. Und hier <strong>funktionieren </strong>auch die illegalen <strong>Downloadportale nicht </strong>mehr. Blu-ray-Discs fassen bis zu 50 GB an Daten. Wer will sich die mal eben irgendwo runterladen? 50 GB entsprechen weit mehr als 10.000 durchschnittlichen mp3-Songs.</p>
<p>Wo also sind die <strong>lossless Formate</strong> der Plattenfirmen? Wo die <strong>hochwertigen Abspielgeräte</strong>, die den Leuten Musik nahebringen? Gibt es? Klar gibt es die, irgendwo in <strong>Spezialgeschäften</strong>, zu <strong>horrenden </strong>Preisen. Dabei hört jeder Musik. Jeder! Aber jeder <strong>prollt </strong>mit seinem <strong>mickrigen iPod</strong> und hält sich damit für den durchdesignten <strong>Nabel der Welt</strong>. Und die <strong>Musik</strong>? <strong>Bleibt auf der Strecke</strong>. Wundert mich nicht.</p>
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