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	<title>.:snext_blog:. &#187; slotmusic</title>
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	<description>Texttipps :: Medientrends :: Zukunftsmusik</description>
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		<title>Quo vadis, Musikindustrie?</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 06:08:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>snext</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zukunftsmusik]]></category>
		<category><![CDATA[album]]></category>
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		<description><![CDATA[Ist es nicht eh ein fürchterliches Wort: Musikindustrie? Wo sind all die Idealisten, die mit Herzblut und Fanatismus dafür sorgen, dass gute Musik unter die Leute kommt? Obdachlos? Gut, vielleicht. Aber wo geht es hin? Was passiert, wenn kleine Labels schließen, tolle Portale wie Fabchannel dichtmachen &#8211; und den Großen der Branche nur so beknackte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist es nicht eh ein fürchterliches Wort: Musik<strong>industrie</strong>? Wo sind all die <strong>Idealisten</strong>, die mit Herzblut und <strong>Fan</strong>atismus dafür sorgen, dass gute Musik unter die Leute kommt? Obdachlos? Gut, vielleicht. Aber wo geht es hin? Was passiert, wenn kleine Labels schließen, tolle Portale wie <a title="Home of Fabchannel" href="http://www.fabchannel.com/" target="_blank">Fabchannel </a>dichtmachen &#8211; und den Großen der Branche nur so beknackte Dinge wie &#8220;<a title="Home of SlotMusic" href="http://www.slotmusic.org/" target="_blank">SlotMusic</a>&#8221; einfallen? Liegt in der <strong>Krise</strong>, wie alle sich immer wieder in einer endlosen Litanei vorzubeten suchen, auch eine <strong>Chance</strong>?</p>
<p>Die Antwort ist ein ganz klares: <strong>Vielleicht</strong>.</p>
<p>Schauen wir doch erst einmal, was in den letzten, sagen wir, zwanzig Jahren so alles passiert ist (Achtung: Ab hier wird&#8217;s arg vereinfachend &#8211; und ich will schon jetzt nicht ausschließen, dass es etwas polemisch werden könnte):<span id="more-48"></span></p>
<p>Die <strong>CD </strong>kam auf den Markt. Damit erhöhte sich die mögliche Laufzeit eines Albums auf mittlerweile etwa 74 Minuten. Vorher reichten einer Band pro Veröffentlichung 45 Minuten, um eine Langrille zu füllen (ihr wisst schon, das sind diese schwarzen, großen, runden Scheiben, die es jetzt wieder zu kaufen gibt). Die mussten es aber auch sein. Auf der Scheibe waren dann ein, zwei, drei richtig gute Songs versteckt, die das Label als zusätzlich als <strong>Singles </strong>auskoppeln konnte. Der Rest zeigte einen repräsentativen Querschnitt durch das Können der einzelnen Musiker und gab einen Einblick in die Komponierfähigkeiten. Will sagen: Der Rest war meistens gut, ab und an bestand ein Album aber auch aus zwei Singles und sechs langweiligen <strong>Lückenfüllern</strong>.</p>
<p>Mit Aufkommen der CD mussten nun dreißig Minuten mehr gefüllt werden. Spartenmusik hat es da nicht schwer. Jazzimprovisationen, handgemachte Rockmusik, Independentkünstler, all die Musiker, die mit ihrer Musik nicht nur stumpf unterhalten wollen, sondern etwas zu erzählen haben, freuen sich über den zusätzlichen Platz.</p>
<p>Für <strong>Mainstream</strong>-Acts, die vor allem vermarktet werden sollen, weil sie in einer der vielen Castingshows plötzlich zum Supermann ernannt worden sind, haben es da ungleich schwerer. Ein <strong>Konzeptalbum </strong>von Mark Medlock? Ein <strong>Opus </strong>von Thomas Godoj? 70 Minuten <strong>Sozialkritik </strong>von Queensberry? Nein, da ist es doch viel einfacher, ein paar Singles über <strong>iTunes</strong>, Musicload und Wie-sie-alle-heißen zu verticken. Aufs Album kommt dann die Single, die zweite, dritte und vierte, jeweils ein Remix, ein Radio-Edit und ein gesprochener Gruß an die Fans. Und ein Klingelton. Warum also noch Alben produzieren? Spätestens seit man Songs einzeln kaufen kann (und gefälligst auch soll) ist das Konzept des Albums überholt (das sieht übrigens auch Marketing-Guru <a title="Home Seth Godin" href="http://sethgodin.typepad.com/" target="_blank">Seth Godin</a> so, und zwar <a title="Seth Godin über die Musikindustrie" href="http://sethgodin.typepad.com/seths_blog/2009/02/music-vs-the-music-industry.html" target="_blank">hier </a>und im ausführlichen Interview <a title="Rollo&amp;Grady im Interview mit Seth Godin" href="http://www.rollogrady.com/rollo-grady-interview-seth-godin/" target="_blank">hier</a>).</p>
<p>Was will man denn jetzt auch machen? <strong>USB-Sticks</strong> mit Musik füllen? Acht Gigabyte? 900 Minuten Konzeptalbum? <strong>Pink Floyd</strong> veröffentlichen &#8220;The Chinese Wall&#8221;? Funktioniert nicht. Man braucht kein ganzes Album mehr, um seine Musik zu verkaufen. Man braucht einige richtig gute Lieder, die ein <strong>Konzert </strong>füllen. Ob man die nun auf einem <strong>Longplayer </strong>veröffentlicht oder als <strong>Einzeldownload </strong>auf einem der Verkaufsportale, ist doch letztendlich egal. Spätestens seit dem Siegeszug des <strong>MP3</strong>-Formats sind <strong>physikalische Datenträger</strong> so überholt wie Kasstenrekorder. (Ja, ich weiß, es gibt wieder Vinyl im Laden, dein Opa hat noch ein Vorkriegstonbandabspielgerät in Gebrauch, alle lieben es möglichst Retro, aber hier geht es um die blökende Masse.)</p>
<p>Was aber passiert, wenn man diesen Gedanken weiterspinnt? Labels sind obsolet. <strong>Musik </strong>ist <strong>demokratisiert</strong>. In den Achtzigern und Neunzigern wurde in Funk und Fernsehen präsentiert, welche Musik man hören sollte. <strong>Stars </strong>wurden <strong>gemacht </strong>und wuchsen mit ihren Labels. Und umgekehrt. Es gab kein Internet, in dem man sich anderweitig informieren konnte, kein MySpace, wo unbekannte Kellerbands ihre musikalischen Ergüsse der Welt vorführen konnten. Kein YouTube, über das pickelige Pubertierende als vermarktbare Superstars entdeckt werden konnten. Seit Musik so omnipräsent durch das Netz zieht, ist es <strong>Musikkonzernen </strong>unmöglich, echte Stars zu machen. Es wird keine zweite <strong>Madonna </strong>geben. Keinen Prince. Keinen zweiten <strong>Michael Jackson</strong>. Das wissen auch die Musiker, die in den Neunzigern ihre großen Erfolge feierten. Das sieht man an dem aktuellen Reunionwahn (Faith No More, Rage Against The Machine, ich wette, Soundgarden kommen auch wieder). Wen haben wir heute? <strong>Popsternchen</strong>, die eine Saison gehypt und dann fallengelassen werden. Es werden keine Stars mehr aufgebaut. Weil sich niemand mehr an der Nase herumführen lässt.</p>
<p>Das bedeutet nicht, dass die Musikindustrie <strong>tot </strong>am Boden liegt. Musik wird es immer geben, es wird auch immer jemanden geben, der für Musik bezahlt. <strong>Das System aber ist tot</strong>. Musikvermarktung kann nicht mehr so funktionieren wie in den letzten dreißig Jahren. Es müssen neue Ideen her. Dazu reicht es aber nicht, idiotische Datenträger auf den Markt zu werfen und zu hoffen, dass die kaufkräftigen Kiddies jeden Scheiß erwerben. Das <strong>Copyright </strong>muss überarbeitet werden. Und all das muss an der Basis anfangen. Junge Bands müssen ein <strong>Konzept </strong>haben, das sie ihren Fans nahebringt. Und das ihnen Fans nahebringt. Da genügt es nicht, ihnen einen Superstar-Stempel aufzukleben und so zu tun, als seien sie auf dem Pop-Olymp angekommen.</p>
<p>Man wird nicht über Nacht zum Star. Nicht reich. Vermutlich nicht mal berühmt. Berüchtigt? Klar. Aber <strong>nachhaltigen </strong>Erfolg hat man als Musiker nur, wenn die <strong>Qualität </strong>stimmt. Und zumindest das war bei den Großen so: bei Madonna, Prince und auch Michael Jackson (Laufen schon Wetten, wie viele seiner angekündigten Konzerte er nun wirklich spielen wird?).</p>
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		<title>slotMusic &#8211; Wie sich die Musikindustrie selbst hinrichtet</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 06:32:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>snext</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zukunftsmusik]]></category>
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		<description><![CDATA[Universal, Sony, EMI und Warner wollen das Musikbusiness revolutionieren: In Kooperation mit SanDisk werfen sie eine Micro-SD-Karten auf den Markt, auf denen jeweils ein Album aus ihrem Angebot archiviert sein soll. CRM-frei. Kosten soll der Spaß etwas weniger als eine herkömmliche CD im Laden, genannt haben sie es slotMusic.
Mal ehrlich: Wie sehr soll Musik denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Universal, Sony, EMI</strong> und <strong>Warner </strong>wollen das Musikbusiness revolutionieren: In Kooperation mit <strong>SanDisk</strong> werfen sie eine <strong>Micro-SD-Karten</strong> auf den Markt, auf denen jeweils ein <strong>Album </strong>aus ihrem Angebot archiviert sein soll. CRM-frei. Kosten soll der Spaß etwas weniger als eine herkömmliche CD im Laden, genannt haben sie es <a title="Homepage von slotMusic" href="http://www.slotmusic.org/" target="_blank">slotMusic</a>.<span id="more-30"></span></p>
<p>Mal ehrlich: Wie sehr soll Musik denn noch <strong>entwertet </strong>werden? Die Kids von heute, die noch nie eine <strong>Vinyl </strong>in den Händen gehalten haben, kennen doch gar nicht mehr die Bezeichnung des &#8220;<strong>Tonträgers</strong>&#8220;. Und jetzt, nach seelenlosem <strong>MP3</strong>-Download, gibt&#8217;s die Hardware-Variante der <strong>entpersonifizierten </strong>Musik: Mini-Speicherkarten. Und natürlich konnte man das gesamte Album vorab bei MySpace oder auf der Bandwebsite für ein paar Tage komplett im Stream anhören. Damit man vorher weiß, was man kauft. Oder irgendwo runterlädt.</p>
<p>Vor ein paar Jahren &#8211; und hier sind &#8220;ein paar Jahre&#8221; wirklich nur etwa 15 Jahre, nicht mal eine Generation &#8211; gab&#8217;s so etwas nicht. Man hat sich im <strong>Laden </strong>eine <strong>CD </strong>gekauft, mit nach Hause genommen, eingelegt und sich gefreut, wenn die Musik gut war. Oder zumindest nicht so schlecht, dass man sich für einen Fehlkauf schämen musste. Oder man hat sich <strong>Vinyls </strong>zugelegt, sie vorsichtig aus der <strong>Plastikhülle </strong>gepellt, das schwarze Rund vorsichtig aus dem Cover gezogen, aufgelegt, den Staub entfernt, vorsichtig die Nadel aufgesetzt und sich zurückgelehnt. Klar, komfortabel war das nicht, und unterwegs konnte man auch keine Platten hören. Aber man hatte was in der Hand.</p>
<p>Als ich vor ein paar Wochen meine übliche Runde auf einem Trödelmarkt drehte und wie immer auf der Suche nach gut erhaltenen <strong>VHS</strong>-Ausgaben unterirdisch schlechter <strong>B- bis F-Movies</strong> aus den späten 70er und frühen 80er Jahren war, wurde mit bewusst: Ich will die alten, miesen Splatter- oder Hongkong-Filme gar nicht auf komfortabler <strong>DVD </strong>mit nach Hause nehmen, ich will das alte <strong>VHS-Erlebnis mitkaufen</strong>.<br />
Vor zehn Jahren hatte man in der Videothek große Pappcover in der Hand, bekam ein großes schwarzes Tape mit nach Hause und hoffte inständig, dass der vorherige Ausleiher pfleglich damit umgegangen war. Und mittlerweile finden sich nicht wenige VHS-Tapes in meinem Schrank, das letzte gekauft erst vor zwei Monaten. Warum? Weil ich mit Videokassetten <strong>Erinnerungen </strong>verbinde, ebenso wie mit <strong>Schallplatten</strong>. Ich weiß noch genau, dass Madonnas &#8220;True Blue&#8221; die <strong>erste Platte</strong> war, die ich mir selbst gekauft habe, Falcos &#8220;3&#8243; die <strong>erste Kassette</strong> und &#8220;Rock Giants&#8221; die <strong>erste CD</strong>. Welche MP3 ich zuerst besessen habe? Keine Ahnung. Mit MP3s verbindet mich nichts. Es sind Datenströme, mehr nicht. Sie sind an keinen Tonträger gebunden, laufen auf meinem MP3-Player, ich kann sie auf meinem Notebook hören, kann sie auf USB-Sticks durch die Gegend tragen &#8211; oder in meiner Digitalkamera. Von Wertschätzung keine Spur.</p>
<p>Wenn die Generationen, die nach mir gekommen sind, erst gar nicht gelernt haben, mit Tonträgern umzugehen, weil <strong>Musik </strong>irgendwie <strong>omnipräsent </strong>zu sein scheint, ist es gar kein Wunder, dass sie für ein solches &#8220;Allgemeingut&#8221; kein <strong>Geld </strong>mehr ausgeben will. Ich will hier gar nicht das x-te Mal darauf hinweisen, dass es völliger Blödsinn ist einen <strong>illegalen Download</strong> mit einem ausgebliebenen Kauf gleichzusetzen. Schließlich kauft man ja auch nicht jede CD im Laden, nur weil man mal reingehört hat. (Und wenn ich mal so spontan überblicke, was Labels uns in den letzten Jahren so vorgesetzt haben (<strong>Retortenbands</strong>, <strong>Kinderlieder</strong>, <strong>Klingeltöne</strong> in Liedlänge), geschieht ihnen der <strong>Umsatzeinbruch </strong>auch mehr als recht.) Aber das soll hier nicht das Thema sein (Diskussionen sind natürlich willkommen). Die Qualität eines Liedes war selten Grund für guten Verkauf, da spielen ganz andere Faktoren eine Rolle.</p>
<p>Aber warum wird dann so viel illegal runtergeladen? Weil es geht! <strong>Kopien </strong>von Platten hat jeder schon mal gemacht, sei es als <strong>Tape </strong>für den Walkman, fürs Auto oder für den Nachbarn nebenan. Da gibt es keinen Unterschied. Früher hat man <strong>Mixtapes </strong>aufgenommen und <strong>getauscht</strong>. Niemand hat aufgeschrien. Und jetzt gibt es den Tausch in ganz großem Stil. Unkontrolliert. <strong>Unkontrollierbar</strong>. Weil es geht. Wir haben früher fleißig unsere Platten und CDs auf Kassetten kopiert, um unsere Musik überall dabei zu haben. Genau dasselbe passiert heute. Nur dass es viel einfacher ist.</p>
<p>Und jetzt kommen die <strong>Majors </strong>und bieten mit ihren Micro-SD-Cards einen Service, der es ermöglicht, geschätzte vierzigtausend Alben in einer Alditüte mit sich herumzutragen.</p>
<p>Was sie retten kann? Die slotMusic-Karten müssten <strong>unkopierbar </strong>sein. Nicht soft-, sondern <strong>hardwaregeschützt</strong>. Was man nicht kopieren kann, muss man kaufen. MP3s müssen vom Markt genommen werden, ebenso CDs. Presst alle Musik herrlich analog auf Vinyl. Bringt Kassetten zurück. Dann habt ihr den Markt wieder, mit dem ihr umgehen könnt. Macht ihr&#8217;s nicht, dann hört auf zu jammern und findet euch damit ab, dass in spätestens zehn Jahren niemand mehr für Musik auf Konserve zahlen wird. Der Markt ist tot. Musik wird Allgemeingut. Traurig, aber wahr.</p>
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